Landeskirchliches Projekt Mitgliederkommunikation

Bleiben wir in Verbindung!

Schön, dass Sie zu unserer Emmaus-Gemeinde gehören!

Ab September 2026 beteiligt sich unsere Gemeinde am landeskirchlichen Projekt Mitgliederkommunikation. Wir möchten mit Ihnen in Verbindung bleiben, Sie über Neuigkeiten und Veranstaltungen informieren und Ihnen zu besonderen Anlässen eine Freude machen.

Damit wir Sie auch digital erreichen können, benötigen wir Ihre aktuelle E-Mail-Adresse.

Hier geht es direkt zum Anmeldeformular.

Selbstverständlich behandeln wir Ihre Daten vertraulich und verwenden sie ausschließlich für die Mitgliederkommunikation der Emmaus-Gemeinde.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Wir freuen uns, mit Ihnen in Kontakt zu bleiben – denn Sie gehören dazu.

Text: Sandra Weinert, Bild: pexels

die ForuM-Studie zum Thema sexualisierte Gewalt in der Ev. Kirche und Diakonie/ Nein heißt Nein!

Text: Anna Neumann, Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises

Thema heute: die „ForuM“-Studie

Am  25. Januar 2024 veröffentlichte der Forschungsverbund ForuM seine Studie zum Thema sexualisierte Gewalt in der Evangelischen Kirche und Diakonie. „ForuM“ – diese Buchstaben stehen für: Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland.

Das Forschungsprojekt ist unabhängig, aber finanziert von der Evangelischen Kirche und der Diakonie. Die Ergebnisse blieben bislang auch den Auftraggeberinnen gegenüber unter Verschluss und wurden lediglich am Vorabend den Betroffenen bekanntgegeben, die namentlich in der Studie erwähnt werden.

Das Forschungsvorhaben liegt in den Händen von fünf Hochschulen bzw. Universitäten, einer Uniklinik und zwei Instituten. In einem Beirat begleiten u.a. Betroffene das Forschungsprojekt. In den nächsten Monaten wird die Studie mit ihren mutmaßlich zahlreichen Aspekten sorgfältig ausgewertet. Über Konsequenzen aus den Ergebnissen soll die EKD-Synode im November entscheiden.

Das Forschungsprojekt umfasst mehrere Teilprojekte. Untersuchungsthemen sind u.a. der Umgang mit sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche, die Praxis der Aufarbeitung, Erfahrungen und Sichtweisen von Menschen, die sexualisierte Gewalt in Kirche und Diakonie erlitten haben, die Perspektive von Betroffenen auf kirchliche Strukturen und deren Nutzung durch Täter*innen und Kennzahlen zur Häufigkeit von sexualisierter Gewalt.

Verantwortliche in Kirche und Diakonie, auch an Sieg und Rhein, hatten die Präsentation der ForuM-Studie im Blick. Sie haben sich mit den Ergebnissen intensiv auseinandersetzen. Auch wenn stimmt, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema sexualisierte Gewalt schon längst begonnen hat und es Aufarbeitungen, Hilfsangebote für Betroffene, ein Schutzkonzept und seine Umsetzung gibt:

2024 stand die Forum-Studie im Vordergrund.

Die ForuM-Studie im Web: https://www.forum-studie.de

 

Hilfe für Betroffene von unabhängigen Vertrauenspersonen

Wer im Raum der evangelischen Kirche oder der Diakonie eine übergriffige Situation, Missbrauch bzw. sexualisierte Gewalt erlebt hat, soll wissen: Das widerspricht allen Grundsätzen von Kirche und Diakonie von achtsamem, respektvollem Umgang miteinander. Auch in Kirche und Diakonie gilt: Nein heißt Nein. Bei Missachtung darf nicht geschwiegen werden und Betroffene erhalten unabhängige Hilfe.

Wer von sexualisierter Gewalt betroffen ist, wendet sich bitte an eine Vertrauensperson. Eine Vertrauensperson ist eine erfahrene, unabhängige Person, die Anfragen und Gespräche streng vertraulich behandelt:

Weitere, immer wieder aktualisierte Informationen finden Sie hier:

Nein heißt Nein – Info und Kontakte: https://www.ekasur.de/nein-heisst-nein

 

Für Menschenrechte und Demokratie

Die Recherchen des Correctiv-Netzwerkes über ein Treffen der AFD und die unverhohlene Ausbreitung zutiefst rechter Gedanken und Pläne dort haben viele Menschen erschreckt, betroffen und wütend gemacht. Auch uns.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland hat klar formuliert: „Die AFD steht für eine Grundhaltung, die dem christlichen Glauben zutiefst widerspricht.“ Link

Wir möchten Sie auch weiterhin einladen und auffordern, sich diesen menschenverachtenden Positionen entschlossen entgegenzustellen, wie es dankenswerter Weise auf vielen großen Demonstrationen in den vergangenen Tagen auch schon geschehen ist. (Hier findet ihr eine Seite, die anstehende Demonstrationen auflistet.)

Unser Jugendleiter Freddy Pütz hat ein persönliches Statement verfasst, hinter dem wir als Pfarrteam und Presbyterien der Gemeinde voll stehen und den wir hier mit seiner Zustimmung veröffentlichen wollen:

„Liebe Alle,

ich bin zutiefst geschockt. Sicher haben viele von euch mitbekommen, dass das Medienhaus CORRECTIV ihre Investigativ Recherche (= unter Einhaltung journalistischer Standards schwierigen und gefährlichen Themen nachspüren) zu einem geheimen Treffen der rechtsextremen Szene vor kurzem veröffentlicht hat. Das Besondere an diesem Treffen war, dass nicht nur Unternehmer*innen mit sehr viel Geld anwesend waren, sondern auch Politiker mit Einfluss auf Landes- und Bundesebene. Laut dem sehr glaubwürdigen Bericht von CORRECTIV haben diese dort offen einem „Masterplan“ zugestimmt, der den Grund für meinen Schock darstellt. Denn dieser Plan erinnert mich an meinen Geschichtsunterricht, den ich so oft verflucht habe, weil wir in fast jedem Jahr das dritte Reich behandelt haben und es doch eigentlich viel mehr über Geschichte zu wissen gibt. Heute weiß ich sehr genau, warum das nötig war und ist. Wenn führende Politiker der AfD und sogar Mitglieder der „Werteunion“, einer rechten Gruppierung innerhalb der CDU, sich an einem Treffen beteiligen, an dem offen darüber debattiert wird, wie Millionen Menschen aus Deutschland vertrieben werden können, möglicherweise sogar in einen „Musterstaat“ in Nordafrika, wo es dann Möglichkeiten für Ausbildungen und Sport gäbe, dann wird mir schlecht. Das klingt für mich doch sehr nach einem Arbeitslager für Menschen mit Migrationshintergrund. CORRECTIV macht deutlich, dass es bei diesem „Masterplan“ nicht nur um Geflüchtete geht, sondern um jeden Menschen, der ihrer Meinung nach Migrant ist. Jeder von uns hat Freundinnen und Freunde deren Eltern oder Großeltern aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen sind, bei einigen von uns ist das sogar selbst der Fall. Ich muss immer wieder pausieren, während ich diesen Text schreibe. Ich werde traurig, wütend, mir kommen die Tränen. Ich will das nicht zulassen, dass irgendjemand in Deutschland wegen seiner Hautfarbe, seiner Religion, seiner Herkunft, seiner Sexualität, einfach weil er oder sie* so ist wie sie ist Angst haben muss. Leider ist das auch heute schon bittere Realität. Aber wir haben gemeinsam die Möglichkeit zu verhindern, dass ein solcher „Masterplan“ jemals auf politischer Ebene durchgesetzt werden kann. Teil dieses Plans ist es auch, Influcer*innen auf TikTok, Instagram, YouTube und weiteren Plattformen zu gewinnen, die diese Gedanken weiter verbreiten und gezielt die jüngeren Generationen manipulieren sollen. Aber wir müssen nicht tatenlos zusehen. Wir können uns stark machen gegen rechts, gegen die AfD und für all die Menschen, die wir lieben. Es gibt viele Demos, bei denen wir öffentlich zeigen können, dass wir es nie wieder so weit kommen lassen wollen, wie es vor 75 Jahren war. Nicht mal im Ansatz.

Euer Freddy.“