die ForuM-Studie zum Thema sexualisierte Gewalt in der Ev. Kirche und Diakonie/ Nein heißt Nein!

Text: Anna Neumann, Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises

Thema heute: die „ForuM“-Studie

Am  25. Januar 2024 veröffentlichte der Forschungsverbund ForuM seine Studie zum Thema sexualisierte Gewalt in der Evangelischen Kirche und Diakonie. „ForuM“ – diese Buchstaben stehen für: Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland.

Das Forschungsprojekt ist unabhängig, aber finanziert von der Evangelischen Kirche und der Diakonie. Die Ergebnisse blieben bislang auch den Auftraggeberinnen gegenüber unter Verschluss und wurden lediglich am Vorabend den Betroffenen bekanntgegeben, die namentlich in der Studie erwähnt werden.

Das Forschungsvorhaben liegt in den Händen von fünf Hochschulen bzw. Universitäten, einer Uniklinik und zwei Instituten. In einem Beirat begleiten u.a. Betroffene das Forschungsprojekt. In den nächsten Monaten wird die Studie mit ihren mutmaßlich zahlreichen Aspekten sorgfältig ausgewertet. Über Konsequenzen aus den Ergebnissen soll die EKD-Synode im November entscheiden.

Das Forschungsprojekt umfasst mehrere Teilprojekte. Untersuchungsthemen sind u.a. der Umgang mit sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche, die Praxis der Aufarbeitung, Erfahrungen und Sichtweisen von Menschen, die sexualisierte Gewalt in Kirche und Diakonie erlitten haben, die Perspektive von Betroffenen auf kirchliche Strukturen und deren Nutzung durch Täter*innen und Kennzahlen zur Häufigkeit von sexualisierter Gewalt.

Verantwortliche in Kirche und Diakonie, auch an Sieg und Rhein, hatten die Präsentation der ForuM-Studie im Blick. Sie haben sich mit den Ergebnissen intensiv auseinandersetzen. Auch wenn stimmt, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema sexualisierte Gewalt schon längst begonnen hat und es Aufarbeitungen, Hilfsangebote für Betroffene, ein Schutzkonzept und seine Umsetzung gibt:

2024 stand die Forum-Studie im Vordergrund.

Die ForuM-Studie im Web: https://www.forum-studie.de

 

Hilfe für Betroffene von unabhängigen Vertrauenspersonen

Wer im Raum der evangelischen Kirche oder der Diakonie eine übergriffige Situation, Missbrauch bzw. sexualisierte Gewalt erlebt hat, soll wissen: Das widerspricht allen Grundsätzen von Kirche und Diakonie von achtsamem, respektvollem Umgang miteinander. Auch in Kirche und Diakonie gilt: Nein heißt Nein. Bei Missachtung darf nicht geschwiegen werden und Betroffene erhalten unabhängige Hilfe.

Wer von sexualisierter Gewalt betroffen ist, wendet sich bitte an eine Vertrauensperson. Eine Vertrauensperson ist eine erfahrene, unabhängige Person, die Anfragen und Gespräche streng vertraulich behandelt:

Weitere, immer wieder aktualisierte Informationen finden Sie hier:

Nein heißt Nein – Info und Kontakte: https://www.ekasur.de/nein-heisst-nein