Morgenfeier im Kirchgarten der Ev. Kirche Honrath – ein Rückblick

27.6.2026, samstags morgens 6 Uhr:  Nach einer Begrüßung durch Pfarrerin Barbara Brill-Pflümer, die uns herzlich willkommen hieß, gönnten wir uns alle einen Moment der Ruhe und des Innehaltens. Alle Andachts-Besuchenden genossen die noch erträglichen Temperaturen in den frühen Morgenstunden.

Gebet

Gott des Lichts,

wir danken dir für die Fülle des Sommers,

für das Licht, das uns wärmt,

für die Erde die uns trägt,

und für die Wege, die vor uns liegen.

Begleite uns auf unseren Wegen,

Heute und an allen kommenden Tage.

Amen

Vor Gott feierten wir bewusst die Mitte des Jahres. Nach einer Gehmeditation (wer wollte konnte diese barfuss begehen), in der wir uns auf die Erde, die uns Halt gibt, das Wasser, dass uns nährt, das Licht, wonach wir uns ausrichten und die Kräuter, die wir ernten dürfen konzentrierten, durften wir unseren Gedanken nachgehen, reflektieren, was in diesem Jahr schon an schönen – und vielleicht auch nicht so schönen – Momenten hinter uns lag und auf was wir uns in der 2. Hälfte freuen können. Unsere Gedanken konnten wir in einem Erinnerungsstrauß aus den bei der Wanderung mit Frauke Möschler gesammelten Kräutern binden. Die Sträuße symbolisierten die bunte Mischung unserer Erfahrungen und Wünsche.

Unterwegs unter Gottes weitem, offenen Himmel machten wir uns gleich noch einmal auf den Weg durch unseren wunderschönen Kirchgarten, dabei konnten wir tief in uns hineinhorchen und diese drei Fragen in uns nachklingen lassen:

Was bedeutet dir Gottes Zusage? Schenkt sie dir vielleicht Trost, Mut oder ist sie ein sanfter Stupser?

Wo spürst du sie im Alltag? Im Lächeln eines Menschen, in der Ruhe der Natur, in einem unerwarteten Moment des Friedens?

Wobei unterstützt sie dich gerade? Beim Loslassen, beim Neuanfang oder beim Durchhalten?

Im Anschluss an diese tolle meditative Andacht gab es noch Raum für Gespräche und ein leichtes Frühstück mit Kaffee/Tee, Bircher Müsli, Franzbrötchen und leckeren Früchten. Ein herzliches Dankeschön an das Team meditative Gottesdienste, das es wieder geschafft hat mir Stärke und Zuversicht mit auf den Weg zu geben.

Text: Elke Friese, Bilder: Friederike Weppler und Elke Friese

 

26.06.2026 Einfach heiraten in Seelscheid / ein Rückblick

Ein segensreicher Tag

„Einfach heiraten“ hat den Paaren offensichtlich große Freude bereitet. 60 Paare haben sich am Schnapszahl-Datum 26.6.2026 bei einem überraschenden kirchlichen Event in Seelscheid segnen bzw. trauen lassen. Eine gelungene Premiere: Viele ließen sich kirchlich trauen, andere ihre Partnerschaft segnen, viele aus Anlass ihres Ehejubiläums.

Manche kamen zu zweit, andere brachten Kinder mit, wieder andere Eltern, Freundinnen und Freunde. Ein Paar hatte den Haushund dabei, ein anderes einen Posaunenchor, ein weiteres brachte kopierte Liedblätter für ihr kölsches Lieblingslied mit. In der Seelscheider Dorfkirche, nebenan unter einem schattenspendenden Kuppelzelt oder in der Remise weiter unten im Dorf, einem offenen Fachwerkhaus – 54 Paare hatten schon im Vorfeld ihren Lieblingsort ausgewählt. Nur zwei Paare sagten am Morgen dieses enorm heißen Tages kurzfristig ab, dann kamen noch einige spontan. Für die spontanen Segnungen war nah der Kirche ein weiterer Ort aufgebaut – auf grüner Wiese unter altem Baum.

Elegantes Neckholder-Kleid oder Shirt mit Leggins. Highheels oder Sneaker. Shorts und gebügeltes weißes Oberhemd. Wildblumensträußchen in der Hand. Handy in der Hosentasche. Die Paare kamen, wie sie wollten. Genau so war es gedacht: „Einfach heißt: Komm, wie du bist und wie du dich wohlfühlst“, so Pfarrerin Selma Gieseke-Hübner von der gastgebenden Evangelischen Kirchengemeinde Seelscheid.

Superintendentin Almut van Niekerk ist am Ende des Tages komplett froh: „Wir hatten gehofft, dass es gut wird – es wurde einfach wundervoll! Alle, die kamen, haben den Tag zu etwas ganz Besonderem werden lassen, mit ihrer je eigenen Geschichte, manche mit schwerem Sorgenpaket, die meisten voller Glück – mit einem geliebten Menschen an der Seite.“ Auch Pfarrerin Gieseke-Hübner ist von Herzen begeistert über den großartigen Zuspruch an diesem Tag. „Das Zweite sind die Geschichten hinter den Menschen.“ So war ein Paar extra aus dem Sauerland gekommen, um die noch nicht angetretenen Flitterwochen nun zu starten – mit dem Segen zur Silberhochzeit.

Jens Römmer-Collmann, Pfarrer und als Assessor der Stellvertreter der Superintendentin: „Einfach bedeutet für mich: unkompliziert, spontan und auch erschwinglich.“ Das Event war eine Einladung des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein an alle miteinander verbundenen Menschen, evangelisch oder nicht, heterosexuell oder queer, frisch verliebt oder längst verheiratet. Möglich wurde das Fest durch ehrenamtliches Engagement und Teamspirit. Pfarrpersonen, Vikare und Diakoninnen übernahmen die Zeremonien. Kirchenmusiker*innen sorgten für Livemusik – aus der Setlist konnten die Paare jeweils ihre Favoriten auswählen. Angesichts des großen Zuspruchs ist klar: Der Evangelische Kirchenkreis An Sieg und Rhein wird bald in die Planung für das nächste Fest gehen.

Text und Fotos: EKASuR/Anna Neumann

 

Weitere Bilder finden Sie hier:

 

Screenshot

Mitarbeiter-Dankfest in Honrath – Ein Rückblick

Am 20.06.2026 haben wir wieder gefeiert und DANKE gesagt – danke an alle ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen Menschen, die dafür Sorge tragen, dass unsere Gemeinde lebendig und vielfältig ist und bleibt.

Was hat ein Bierdeckel mit der Liebe Gottes zu tun?

Um diese Frage drehte sich das Abendgebet, mit dem Barbara Brill-Pflümer unsere Gäste zum diesjährigen Mitarbeitendenfest in der Kirche begrüßen durfte.

Ein einfacher Bierdeckel – und doch steckt bei genauerem Hinsehen viel mehr in ihm: Er kann Grundlage für eine „Wand der guten Nachrichten“ sein, wie sie zu Beginn der Andacht entstanden ist. Er eignet sich zum Verteilen von Komplimenten im Laufe des Abends, zum Bauen kleiner Häuser, als Katapult, Wurfscheibe und für vieles andere mehr. Vor allem aber trug er eine Botschaft, die zum Motto des Abends wurde: „Schön, dass du da bist.“

Dass auch in einem Menschen viel mehr stecken kann, als man auf den ersten Blick vermutet, erzählt die biblische Geschichte vom unscheinbaren Hirtenjungen David. Dank des „guten Blickes“ Samuels wurde er zum König von Israel – nicht wegen seiner äußeren Erscheinung, sondern wegen dessen, was Gott in ihm sah.

Barbara Brill-Pflümer verband den Bierdeckel und die biblische Geschichte, um auf die vielfältigen Gaben hinzuweisen, die Gott in jeden Menschen – und damit auch in die Mitarbeitenden der Emmaus-Gemeinde – gelegt hat. Diese Gaben gilt es zu entdecken, zu heben und wertzuschätzen, damit wir gemeinsam mit vielen unterschiedlichen Fähigkeiten an einer bunten und lebendigen Kirche Gottes bauen können.

Am Ende der Andacht konnten Gedanken auf die „Wand der guten Nachrichten“ gehangen werden:

 

Im Anschluss wurden alle mit einem Gläschen Sekt (selbstverständlich gab es auch O-Saft als Alternative) im Peter-Lemmer-Haus empfangen, wo Barbara Brill-Pflümer nach einer Begrüßung und einem kleinen auflockernden Spielchen das Buffet eröffnete. Das Motto des Tages war „Mitsommar“, deshalb gab es schwedische Spezialitäten und auch die Deko war daran angelehnt. Aufgrund der hohen Temperaturen war die Theke sehr gut besucht.

Auch die Bierdeckel „schön, dass Du da bist“ lagen aus und Barbara Brill-Pflümer gab die Idee in den Raum, Komplimente untereinander zu verteilen. Und so konnten alle in schönem Ambiente gute Gespräche führen, und nochmal ein Stückchen weiter zusammen rücken.

Vor dem Nachtisch kam uns noch der Chor „Echo“ unter der Leitung von Barbara Wingenfeld besuchen, die eine bunte Auswahl an Liedern, z.B. Viva la vida, amazing grace, california dreams und eternal flames für uns zum besten gaben. Ein herzliches Dankeschön dafür!

Mir bleibt nur noch DANKE zu sagen: an Alexander Wanner und Swantje Schuhknecht, die bis spät abends für die Gemeinde im Einsatz waren und an Waltraud und Hermann Brecht, die sich mit Liebe zum Detail um Aufbau, Deko und Theke gekümmert haben. Nur durch euch konnte das so ein schöner, gastlicher Abend werden. Ein herzliches Dankeschön natürlich auch an alle anderen helfenden Hände, die wie selbstverständlich an der ein oder anderen Stelle einfach da waren.

Ihre und Eure Elke Friese

Hier ein paar Impressionen:

Bilder: Barbara Bril-Pflümer, Nicole Serbinka und Alexander Wanner

Seelsorge

neues Seelsorge-Angebot in Lohmar

Seelsorge

offene Sprechstunde Lohmar

offene Sprechstunde in Lohmar-Ort

Bildquelle: Fundus

Offene Sprechstunde des Pfarrteams in Lohmar-Ort

Ab März bietet das Pfarrteam Ihnen und Euch eine offene Sprechstunde an:

jeweils von 10 – 11 Uhr

am 2. Mittwoch im Monat Pfarrerin Barbara Brill-Pflümer

am 4. Mittwoch im Monat Pfarrer Oliver Bretschneider

Beide freuen sich auf zahlreiche Besuche. Egal, ob es um ein Seelsorgegespräch geht oder um Themen, die sich auf die Kirchengemeinde beziehen – die Einladung geht an alle, die Gesprächsbedarf haben.

Die Gespräche finden ohne Anmeldung im Pfarrbüro (neben dem Gemeindehaus) statt: Hauptstr. 74

Text: Elke Friese

 

 

Ehrenamtliches Seelsorge-Angebot

Für Menschenrechte und Demokratie

Die Recherchen des Correctiv-Netzwerkes über ein Treffen der AFD und die unverhohlene Ausbreitung zutiefst rechter Gedanken und Pläne dort haben viele Menschen erschreckt, betroffen und wütend gemacht. Auch uns.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland hat klar formuliert: „Die AFD steht für eine Grundhaltung, die dem christlichen Glauben zutiefst widerspricht.“ Link

Wir möchten Sie auch weiterhin einladen und auffordern, sich diesen menschenverachtenden Positionen entschlossen entgegenzustellen, wie es dankenswerter Weise auf vielen großen Demonstrationen in den vergangenen Tagen auch schon geschehen ist. (Hier findet ihr eine Seite, die anstehende Demonstrationen auflistet.)

Unser Jugendleiter Freddy Pütz hat ein persönliches Statement verfasst, hinter dem wir als Pfarrteam und Presbyterien der Gemeinde voll stehen und den wir hier mit seiner Zustimmung veröffentlichen wollen:

„Liebe Alle,

ich bin zutiefst geschockt. Sicher haben viele von euch mitbekommen, dass das Medienhaus CORRECTIV ihre Investigativ Recherche (= unter Einhaltung journalistischer Standards schwierigen und gefährlichen Themen nachspüren) zu einem geheimen Treffen der rechtsextremen Szene vor kurzem veröffentlicht hat. Das Besondere an diesem Treffen war, dass nicht nur Unternehmer*innen mit sehr viel Geld anwesend waren, sondern auch Politiker mit Einfluss auf Landes- und Bundesebene. Laut dem sehr glaubwürdigen Bericht von CORRECTIV haben diese dort offen einem „Masterplan“ zugestimmt, der den Grund für meinen Schock darstellt. Denn dieser Plan erinnert mich an meinen Geschichtsunterricht, den ich so oft verflucht habe, weil wir in fast jedem Jahr das dritte Reich behandelt haben und es doch eigentlich viel mehr über Geschichte zu wissen gibt. Heute weiß ich sehr genau, warum das nötig war und ist. Wenn führende Politiker der AfD und sogar Mitglieder der „Werteunion“, einer rechten Gruppierung innerhalb der CDU, sich an einem Treffen beteiligen, an dem offen darüber debattiert wird, wie Millionen Menschen aus Deutschland vertrieben werden können, möglicherweise sogar in einen „Musterstaat“ in Nordafrika, wo es dann Möglichkeiten für Ausbildungen und Sport gäbe, dann wird mir schlecht. Das klingt für mich doch sehr nach einem Arbeitslager für Menschen mit Migrationshintergrund. CORRECTIV macht deutlich, dass es bei diesem „Masterplan“ nicht nur um Geflüchtete geht, sondern um jeden Menschen, der ihrer Meinung nach Migrant ist. Jeder von uns hat Freundinnen und Freunde deren Eltern oder Großeltern aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen sind, bei einigen von uns ist das sogar selbst der Fall. Ich muss immer wieder pausieren, während ich diesen Text schreibe. Ich werde traurig, wütend, mir kommen die Tränen. Ich will das nicht zulassen, dass irgendjemand in Deutschland wegen seiner Hautfarbe, seiner Religion, seiner Herkunft, seiner Sexualität, einfach weil er oder sie* so ist wie sie ist Angst haben muss. Leider ist das auch heute schon bittere Realität. Aber wir haben gemeinsam die Möglichkeit zu verhindern, dass ein solcher „Masterplan“ jemals auf politischer Ebene durchgesetzt werden kann. Teil dieses Plans ist es auch, Influcer*innen auf TikTok, Instagram, YouTube und weiteren Plattformen zu gewinnen, die diese Gedanken weiter verbreiten und gezielt die jüngeren Generationen manipulieren sollen. Aber wir müssen nicht tatenlos zusehen. Wir können uns stark machen gegen rechts, gegen die AfD und für all die Menschen, die wir lieben. Es gibt viele Demos, bei denen wir öffentlich zeigen können, dass wir es nie wieder so weit kommen lassen wollen, wie es vor 75 Jahren war. Nicht mal im Ansatz.

Euer Freddy.“