Yoga-Gottesdienst in Honrath – ein Rückblick

Yoga trifft Gottesdienst

Yoga-Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Honrath – Spiritualität in Bewegung

Am Mittwochabend, dem 22.Juli 2026 kamen rund 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 16 bis 76 Jahren zum Yoga-Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Honrath zusammen, um Glauben, Bewegung und Achtsamkeit auf besondere Weise miteinander zu verbinden.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie ein traditioneller Kirchraum und moderne Spiritualität miteinander verschmelzen können. Das Angebot richtete sich bewusst an alle Generationen: Die sanften Yogaübungen waren so gestaltet, dass sie mühelos auf der Matte oder alternativ im Sitzen auf einem Stuhl ausgeführt werden konnten.

Ausgewählte Verse aus Psalm 139 wurden von Pfarrerin Barbara Brill -Pflümer im Wechsel mit Yoga-Lehrerin Judith Breunsbach vorgetragen. Während die biblischen Worte den Gottesdienst prägten, griff Judith Breunsbach deren Inhalte auf und übersetzte sie in eine moderne, alltagsnahe Spiritualität. So entstand ein lebendiger Dialog zwischen der jahrtausendealten biblischen Botschaft und einer neuzeitlichen Form des Glaubens. Die Unterstützung von Katrin Schleiner und Friederike Weppler von der AG meditative Gottesdienste und die wunderbare musikalische Begleitung durch Margarita am Klavier, trugen sehr zu der ganz besonderen Atmosphäre dieses Yoga Gottesdienstes bei.

Der Yoga-Gottesdienst machte deutlich, dass traditionelle biblische Texte und moderne spirituelle Zugänge sich bereichern können.

Die meditativen Yoga- und Atemübungen unterstützten die Teilnehmenden dabei, die Worte des Psalms nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Körper wahrzunehmen. Im Mittelpunkt standen Achtsamkeit, Vertrauen und die Erfahrung, sich von Gott getragen und angenommen zu wissen – Themen, die Psalm 139 auf eindrucksvolle Weise vermittelt.

Besonders bereichernd war das Miteinander der Generationen. Ob mit Yoga-Erfahrung oder ganz ohne Vorkenntnisse – alle konnten die Übungen in ihrem eigenen Tempo mitmachen und sich auf die Verbindung von Bewegung, Stille und Gebet einlassen.

Am Ende des Gottesdienstes blieb bei vielen das Gefühl, Körper, Geist und Seele etwas Gutes getan zu haben. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen machten deutlich, wie wohltuend diese besondere Form des Gottesdienstes erlebt wurde. So war dieser Abend eine Einladung, Gottes Nähe nicht nur mit Worten, sondern auch in der Bewegung und in der Stille zu entdecken.

Nach diesem bewegenden und inspirierenden Yoga-Gottesdienst nutzten viele Besucher den anschließenden kleinen Imbiss, um den Abend bei guten Gesprächen ausklingen zu lassen.

Die positive Resonanz der Teilnehmenden unterstrich eindrucksvoll den Wunsch vieler nach weiteren Gottesdiensten dieser Art.

Text: Marion Henke, Bilder: Friederike Weppler