Wofür steht LGBTQIA+?
Eigentlich ist es ganz einfach: Das ist der Versuch, eine Abkürzung für all die Eigenschaften zu finden, die ein queerer Mensch haben kann.
So richtig gut aussprechen kann man das nicht – aber die Menschen, die es betrifft, freuen sich oft über das Zeichen des Respekts und der Zugewandtheit, wenn sich jemand die Mühe macht, es zu lernen. Denn es zeigt: Hier hat sich jemand dafür interessiert, dass nicht alle queeren Menschen gleich sind. Das kann sehr wichtig sein für Menschen aus Gruppen, die nicht so oft zu Wort kommen und über die nicht so viel berichtet wird.
Gerade im alltäglichen Gespräch kann man auch „queer“ sagen – das meint ungefähr dasselbe, lässt sich leichter als ein normales Wort aussprechen und in den seltensten Fällen wird einem das jemand übelnehmen. Im Zweifel: Nachfragen, ins Gespräch kommen, sich respektvoll begegnen.
Das ist doch die Grundlage für fast alles!
Die Buchstaben in LGBTQIA+ stehen für diese Eigenschaften:
L wie Lesbisch,
G wie Gay, also Schwul (auf deutsch kann man hier auch ein S in die Buchstaben-Abfolge setzen);
B wie Bisexuell, also zu Männern und Frauen hingezogen;
T wie Trans(-gender), also Menschen, deren bei der Geburt von außen zugewiesenes Geschlecht (meist aufgrund ihrer äußeren Geschlechtsmerkmale) nicht mit ihrem tatsächlichen Geschlecht übereinstimmt;
Q wie Queer oder Questioning (Fragend), also eigentlich alle, die nicht der „Norm“ entsprechen, die sozusagen etwas quer zum Mainstream oder außerhalb davon stehen oder sich über ihre Orientierung unsicher sind;
I für Intersexuell, also Menschen, die irgendwo zwischen den beiden traditionellen Geschlechtern stehen oder Merkmale beider Geschlechter zeigen;
A für Asexuell, also Menschen, die keinerlei sexuelle Anziehung verspüren;
und das + für alle, die noch nicht genannt sind, also als Zeichen für das Bewusstsein, dass man mit Schubladendenken immer irgendwann an die Grenzen stößt.

